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Naturschutzfachliche Erfolgskontrollen & Monitoring

Standardisierte naturschutzfachliche Erfolgskontrollen sind inzwischen regelmäßig integraler Bestandteil von Naturschutzmaßnahmen (z.B. Management- oder Renaturierungsmaßnahmen). Sie werden in der Regel unter der Verantwortung des Maßnahmeträgers umgesetzt und sollen den langfristigen Erfolg von Naturschutzmaßnahmen sichern. Nach folgendem Ablaufschema werden die durch die Naturschutzmaßnahmen in Gang gesetzten Entwicklungsprozesse evaluiert und bei abweichenden Entwicklungen von den Entwicklungszielen fortlaufend angepasst und optimiert.

Damit naturschutzfachliche Erfolgskontrollen auch langfristig umgesetzt werden können, müssen finanzierbare Konzepte mit einfach zu erhebenden Indikatoren entwickelt werden. Folgende Schritte müssen bei der Konzeption berücksichtigt werden:

1. Analyse des Ausgangszustands
2. Ableitung von realistischen Entwicklungszielen: bei langwierigen Regenerationsprozessen ist eine zeitliche Staffelung von Etappenzielen notwendig
3. Festlegung von Intervallen für die Erhebung der Indikatoren und ggf. ergänzender 4. Untersuchungen zu Teilfragestellungen
4. Entwicklung standardisierter Erfassungsbögen
5. Durchführung von Veränderungsanalysen auf der Basis fortlaufender Untersuchungen

Naturschutzfachliche Erfolgskontrolle einer extensiven Ganzjahresweide zum Erhalt und zur Entwicklung von Heiden (FFH-LRT 4030), Basenreichen Sandrasen (FFH-LRT 6120*) sowie Silbergraspionierfluren auf Binnendünen (FFH-LRT 2330) auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz "Oranienbaumer Heide"

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Naturschutzfachliche Erfolgskontrolle einer extensiven Ganzjahresweide zum Erhalt und zur Entwicklung von Kalkmagerrasen (FFH-LRT 6210*), im Naturschutzgebiet "Tote Täler"

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Naturschutzfachliche Erfolgskontrollen auf Ziegenstandweiden zum Erhalt und zur Entwicklung von artenreichen Trocken- und Halbtrockenrasen.

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Naturschutzfachliche Erfolgskontrolle von Wiederansiedlungen und Populationsstärkungen der prioritären FFH-Anhangsart Jurinea cyanoides (Sand-Silberscharte)

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Monitoring

Im Unterschied zu naturschutzfachlichen Erfolgskontrollen liegt die Verantwortung eines Monitorings nicht beim Maßnahmeträger, sondern beim Land oder Bund. So ist beispielsweise das Land Sachsen-Anhalt zu einem landesübergreifenden Monitoring zur Sicherung eines guten Erhaltungszustandes der FFH-Lebensräume und der Populationen von Arten der FFH- sowie der Vogelschutzrichtlinie verpflichtet. Dazu wird ein einheitliches Erfassungs- und Bewertungssystem mit zufälliger Stichprobenauswahl festgelegt und der Zustand der Lebensraumtypen und Arten in gleichmäßigen Intervallen erfasst.

Monitoring von FFH-Lebensraumtypen in Sachsen-Anhalt

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